Du willst Motten bekämpfen und ein für alle Mal loswerden? Hier findest Du einen 3-Punkte Plan um Motten nachhaltig loszuwerden. Ob es sich dabei um Lebensmittelmotten oder Kleidermotten handelt spielt dabei keine Rolle.

Das Problem: Motten in der Wohnung

Huch, hier fliegt schon wieder eine Motte?!…

Motten bekämpfen - Was hilft gegen lästige Motten in der Wohnung?

Oft wird es einem erst beim zweiten Blick so richtig bewusst. Die ungewöhnlich vielen Sichtungen von Motten in der Wohnung können doch kein Zufall sein.

Spätestens beim genaueren Blick in den Lebensmittelsvorrat – im Vorratsschrank der Kammer, die Schublade in einem Schrank der Küche – oder aber in den Kleiderschrank wird es klar. Es gibt einen unerwünschten Gast…

Motten!

Und schlimmer noch: Gespinste und Mottenlarven! Ihhgitt!

Fazit: Der Mottenbefall steht also fest. Damit ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Nun geht es darum eine nachhaltige Lösung zu finden um Motten zu bekämpfen.

 

Ich habe diese Seite ins Leben gerufen da ich selber viel zu lange ein Mittel gegen Motten gesucht habe. Jegliche Bemühung schafften nur so lange Abhilfe, bis mir wieder eine neue Generation von Motten in der Wohnung begegnete.

Nach vielen Anläufen und zusätzlich leider auch zu nachlässigen Handlungen, habe ich nun endlich einen Weg gefunden (und dokumentiert) der auch nachhaltig funktioniert hat.

Okay, also wie werden Motten bekämpft?

Nachfolgend beschreibe ich der Reihe nach alle notwendigen Schritte aus dem 3-Punkte Plan. Damit wirst Du ebenfalls Motten dauerhaft und endgültig bekämpfen können.

  1. Woher kommen Motten und wo verstecken Sie sich?
  2. Maßnahmen gegen Motten um einen Mottenbefall effektiv vozubeugen
  3. Motten wirksam und nachhaltig mit Schlupfwespen bekämpfen

Los geht’s.

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Wissenswertes über Motten

Du kennst sicherlich das Sprichwort „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“. Nach diesem Motto befassen wir uns mit diesem Thema damit Du zukünftig einen neuen Befall durch Motten vermeiden kannst.

Zuerst ist es deshalb wichtig zu klären woher die Motten eigentlich kommen und in die Wohnung gelangen konnten.

Woher kommen Motten?

Ich kann Dir vorneweg die Sorge nehmen das ein Mottenbefall etwas mit einer unsauberen oder unhygienischen Wohnung zu tun hat.

Das ist nicht der Fall.

Es ist vielmehr so das Du selber unfreiwillig die Mottenlarven oder Motteneier durch gekaufte Lebensmittel, Tierfutter oder Kleidung eingeschleppt hast.

Hier eine Übersicht für mögliche Quellen von Mottenlarven und Motteneier und wo sie sich verstecken können.

Lebensmittelmottenlarven und Lebensmittelmotteneier

  • Mehl: Weizenmehl, Roggenmehl, Dinkelmehl
  • Reis: Milchreis, Basmatireis,
  • Stärke: Speisestärke, Maisstärke, Kartoffelstärke, Saucenbinder (Mondamin)
  • Nüsse: Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, alle gemahlenen Nüsse
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Erbsen, Sojabohnen, Erdnüsse
  • Schokolade: Vollmilchschokolade, Kuvertüre
  • Sonstiges: Gewürze, Müsil, Kekse, Nudeln

Motten bekämpfen - Offen gelagerte und trockene Lebensmittel sind ein Magnet für Motten

Motten bekämpfen - Polstermöbel und Gardinen sind ein guter Unterschlupf für Kleidermotten

Kleidermottenlarven und Kleidermotteneier

  • Wollstoffe: Jacken, Hosen, Pullover, Socken
  • Saisonale Kleidung: Anzüge, Fasching und Karneval-Verkleidungen, Winterbekleidung wie Schals, Mütze etc.
  • Polstermöbel: Couch, Sofa, Stühle, Matratzen
  • Federn: Kissen, Decken, Sitzpolster
  • Sonstiges: Teppiche, Gardinen, Stoffdecken

Ein weiterer Ursprung wurde von dem ein oder anderen sicherlich bereits beobachtet…

Es ist ja bekannt das Motten zum Licht fliegen und davon magisch angezogen werden. Dadurch können sich Motten abends durch das geöffnete Fenster in die Wohnung verirren. Und schließlich an diesem neuen Ort ihre Eier ablegen.

Die Wahrscheinlichkeit das so etwas passiert, ist besonders dann recht hoch, wenn Dein lieber Nachbar bereits von Motten befallen wurde.

 

Wie kommen Motten in die Wohnung?

  • abends lange geöffnete Fenster
  • …und das mit angeschaltetem Licht
  • keine Fliegengitter* vor dem Fenster

Motten bekämpfen - Abends geöffnete Fenster mit angeschaltetem Licht lockt Motten an

Wie unterscheiden sich die Mottenarten?

Wie Du sicher bemerkt hast spreche ich hier von zwei Mottenarten – der Lebensmittel- und der Kleidermotte. Letztendlich unterscheiden sich diese beiden Arten durch das bevorzugten Nahrungsmittel.

Wie die Bezeichnung bereits verrät fressen Lebensmittelmotten bzw. deren Larven trockene Lebensmittel. Und Kleidermotten alle möglichen Kleidungen bzw. Textilien.

Um Motten bekämpfen zu können, interessiert uns dabei nur die jeweilige Nahrungsquelle.

Wo verstecken sich Motten?

Motten verstecken sich Tagsüber in dunklen Bereichen der Wohnung. Oft kommen sie nach der Dämmerung zum Vorschein und flattern quer durch alle Zimmer. Dadurch fällt einem oft erst der Mottenbefall überhaupt auf.

Die Kleider- oder Lebensmittelmotte selbst mit der Fliegenklatsche zu jagen ist aber ein Kampf gegen Windmühlen. Interessanter sind hier die Verstecke der Motten. Und von deren Eier und Larven. Denn nur hier können wir effizient mit Gegenmaßnahmen ansetzen.

Motteneier

Motteneier sind schwer zu erkennen da sie sehr klein sind. Sie werden in der Regel in unmittelbare Nähe von ihrer Nahrungsquelle (Lebensmittel, Kleider oder Stoffe) versteckt platziert. Die frisch geschlüpfte Larve hat somit keinen langen Weg um etwas zum Fressen zu finden.

Mottenlarven

Die Mottenlarven ziehen sich nach einigen Wochen zur Verpuppung in entlegene Orte zurück. Typisch sind hier zum Beispiel folgende Bereiche:

  • Schrankritzen
  • Bohrlöcher in der Wand sowie in Schränken
  • Randleisten, Sockeleisten und Abschlussleisten
  • Steckdosen
  • hinter Möbelstücken
  • zwischen dem Heizkörper

Es gibt hier sicherlich auch noch andere individuelle Orte. Es gilt hier in der eigenen Wohnung die Augen offen zu halten. Zum Beispiel bietet eine lange ungenutzte Hutablage in der Garderobe einen geeigneten Platz für ein Mottennest.

Wie vermehren sich Motten?

Damit der Mottenbefall nach der Beseitigung nicht wieder von vorne los geht, ist es auch wichtig zu wissen warum Motten in der Wohnung überhaupt überleben können.

Die folgenden Schritte beschreiben den typischen Lebenszyklus von Motten. Wobei der Mottenbefall nicht zwangsläufig mit dem 1. Punkt starten muss. Er kann auch wie bereits erwähnt durch eine verirrte und befruchtete weibliche Motte beginnen.

  • Motteneier
    Die Motteneier befindet sich in der Wohnung. Entweder wurden sie durch gekaufte Waren eingeschleppt oder von verirrten weiblichen Motten abgelegt.
  • Mottenlarven
    Die Larven schlüpfen aus den Motteneiern. Sie fressen sich durch die meist reichlich vorhandenen Lebensmittelvorräte oder Kleidungen und Stoffe. Daraufhin fangen sie an zu wachsen.
  • Verpuppung
    Die Mottenlarven ziehen sich in ruhige und sichere Ritzen oder Löcher zurück und verpuppen sich.
  • Mottenfalter
    Aus dem Mottenkokon schlüpfen neue Mottenfalter. Die männlichen und weiblichen Motten paaren sich. Die weiblichen Motten legen daraufhin ihre Eier für die nächste Generation von Motten aus.

…und der Lebenszyklus geht mit immer mehr Motten wieder von vorne los.

Der Lebenszyklus von Motten (Verpuppung, Mottenfalter, -Eier und -Larven) - Hilfreich wenn es um die Bekämpfung von Motten geht

Zudem bietet eine gewöhnliche Wohnung oder ein Haus eine hervorragende Lebensgrundlage für Motten.

  • Nahrung: Es sind oft reichlich trockene und haltbare Lebensmittel in den tiefsten Tiefen der Vorratsschränke untergebracht. Polstermöbel, Teppiche sowie Kleidung und Decken sind ganz oben und unbeobachtet im Kleiderschrank verstaut.
  • Unterschlupf: In einer Wohnung sind unzählige kleine, ruhige und sichere Verstecke vorhanden. Wie zum Beispiel die Bohrlöcher in handelsüblichen Küchenschränken für Regalböden oder ein Schraubensortimentskasten.
  • Klima: Mit schlechten Wettereinflüssen ist ebenfalls nicht zu rechnen. Über das gesamte Jahr betrachtet wird stehts für eine angenehme Temperatur gesorgt. Größe Schwankungen in den tödlichen Minusbereich sind praktisch ausgeschlossen.

Zusammenfassung über Motten

Du weißt jetzt woher die Mottenplage kommen kann. Ohne einen Eingriff wird in der Wohnung die Vermehrung von Motten nicht aufzuhalten sein. Hier nochmal kurz die wichtigsten Punkte:

  • Motten kommen meist durch gekaufte trockene Lebensmittel oder Kleidung in die Wohnung
  • lange unbenutzte Lebensmittelvorräte oder unbeobachtete und verstaute Kleidung sind eine optimale Nahrungsquelle
  • in Wohnungen und Häuser finden sich viele ungestörte Nischen zur Verpuppung
  • das ganze Jahr über eine optimale Temperatur
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Maßnahmen gegen Motten

Nachdem Du jetzt einiges grundlegendes über Motten weißt, kannst Du dich um geeignete Gegenmaßnahmen kümmern. Und künftig einen Mottenbefall vorbeugen.

Mottennest finden

Zunächst einmal muss das Mottennest gefunden und die Brutstätte entfernt werden.

Das Nest wird sich in unmittelbarer Nähe der Nahrungsquellen befinden. Halte dabei auch immer Ausschau nach den Gespinste von den Mottenlarven. Das sind weiße Fäden die etwas an Spinnweben erinnern und meist die Nahrungsquelle überziehen.

Lebensmittelmotten und die Verstecke

Bei Lebensmittelmotten kommen dabei alle Orte in Frage, die ohne Kühlung haltbare Lebensmittel beherbergen können.

Je nach Fortschritt des Mottenbefalls in der Wohnung, kann ich Dir aus leidvoller Erfahrung sagen, das mehrere Orte betroffen sein können. Bitte suche also jeden Bereich ganz genau ab, in dem Lebensmittel aufbewahrt werden.

Es wird selten alles an einem einzigen Ort aufbewahrt. Deshalb gebe ich Dir hier als zur Anregung ein paar Anhaltspunkte.

  • Backzutaten: alle Mehlsorten, ganze und gemahlene Nüsse, Kakao (Küche)
  • Süßigkeiten: Schokolade, Pralinen (Wohnzimmer)
  • Knabberkram: Chips, Erdnussflips, Nüsse (Wohnzimmer)
  • Nudeln und Reis: alle Nudel- und Reissorten (Vorratsraum)
  • Tee: in nicht verschließbaren Papierkisten oder Papierbeuteln (Küche)
  • Gewürze: im gut sortieren Gewürzregal (Küche)

Unterschlupf von Kleidermotten

Das Nest von Kleidermotten ist überall dort zu finden wo Stoffe vorhanden sind. Dabei ist es wichtig auch genau unter den Polstermöbel wie zum Beispiel einem Stuhl zu schauen.

Auch sollten die Polstermöbel von der Wand abgerückt werden um die ständig verdeckten Stellen überprüfen zu können. Um so versteckter der Ort ist, um so sicherer ist er auch für die Motten.

Gardinen müssen ebenfalls genau untersucht werden. Oftmals dienen sie ausschließlich zur Raumdekoration und werden deshalb so gut wie nicht von der Stelle bewegt. Das bietet einen ungestörten Ort für Kleidermotten.

Wenn Du kein Versteck finden kannst, dann schau Dich genau in der Wohnung um und werde genauso kreativ wie die Motten. (zum Beispiel eine Zwischenwand mit einer Naturstoff-Dämmung?!)

Die erste Handlung: Mottennest beseitigen

Nachdem Du das Mottennest gefunden hast geht es ans Eingemachte. Das Mottennest muss restlos entfernt und gesäubert werden.

Bitte begehe nicht den Fehler und sei dabei zu zaghaft. Beim Befall der Lebensmittelmotte ist es natürlich ärgerlich Lebensmittel zu entsorgen. Aber es hilft nicht „eventuell und möglicherweise“ unbeschadete Lebensmittel aufzubewahren.

Ein großer Fehler ist es nur geöffnete Packung zu kontrollieren und auszusortieren. Wie im ersten Punkt (Woher kommen Motten?) erwähnt können sich Motteneier und Larven innerhalb von verschlossenen Verpackungen verstecken.

Die kleinen Mottenlarven sind in der Lage sich durch alle möglichen Materialien hindurch zu fressen. Dadurch gelangen sie zum Beispiel auch in verschlossene Packungen.

Im Zweifel sollten also alle Lebensmittel in unmittelbarer Nähe entsorgt werden. Auch die verschlossenen. Und bitte direkt nach draußen in die Hausmülltonne. Wenn Du sie in der Wohnung in der Mülltonne zwischenlagerst, gibst du den Larven die Chance zu entkommen – das habe ich selbst mit großen Schrecken und Erstauen erlebt.

Bei Kleidermotten gestaltet sich das Entfernen in der Regel etwas schwieriger. Wenn es nicht gerade eine alte Decke oder ähnliches handelt, was ohne weiteres entsorgt werden könnte, dann kannst Du dir mit dem Säubern der befallenen Textilien behelfen.

Richtig reinigen und säubern

Hohe Temperaturen um die 60°C und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt vertragen Motten, Mottenlarven und Motteneier überhaupt nicht. Sie haben unter diesen Bedingungen keine Überlebenschance. Das machen wir uns zu nutze.

Kleinere Textilien wie Bezüge, Kleidung oder Stofftiere können in der Waschmaschine bei 60°C gewaschen werden.  Alles was nicht bei dieser Temperatur gewaschen werden darf, zum Beispiel Baumwolle, kann in der Gefriertruhe für einige Tage eingefroren werden.

Bei größeren Textilien wie eine Couch oder Teppich leistet ein üblicher Haarföhn gute Dienste. Auf der höhsten Temperaturstufe kannst Du damit die befallenen Stellen behandeln.

Schränke in denen Nahrungsmittel oder Kleidung aufbewahrt wurden, müssen nachdem Sie aufgeräumt wurden gründlich gereinigt werden. Ein Essigreiniger ist dafür bestens geeignet. Achte dabei auf jede kleine Ritze und Bohrlöcher (Du weißt ja wo sich Motten wohlfühlen). Schwer zu erreichende Stellen können auch hier mit einem Haarföhn bearbeitet werden.

Alles sauber? Gut. Weiter geht’s!

Für die Zukunft: Mottennest direkt verhindern

Das regelmäßige Staubsaugen steht ja ohnehin zu den immer wiederkehrenden Aufgaben im Haushalt. Achte ab sofort darauf auch unter der Couch oder dem Bett alles gründlich auf den Kopf zu stellen.

Kleinere Teppiche und Matten sollten regelmäßig in der Waschmaschine bei  60°C gewaschen werden.

Nicht verwendete bzw. saisonale Kleidung oder Decken können vor Motten in dichten Vakuum-Kleiderhüllen* effektiv geschützt werden. Das spart außerdem noch eine Menge Platz und die Sachen stauben nicht ein.

Neue Nahrungsmittel müssen sicher verstaut werden. Am besten eignen sich hierfür dicht verschließbare Plastikboxen*. Diese gibt es in verschiedenen Größen und können platzsparend in Schränken oder Schubladen gestapelt und eingeräumt werden.

Die Nahrungsmittel sollten dabei möglichst getrennt voneinander verpackt werden. Das hilft enorm wenn Du nun mal doch ein neu gekauftes Nahrungsmittel mit Mottenbefall einschleust. Die Motten können sich dann nur innerhalb dieser Plastikbox breit machen und sind von anderen Lebensmitteln abgeschottet (Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!).

Und ganz nebenbei sorgt es auch für Ordnung.

Mehl, Reis Nudeln und Müsli müssen unbedingt in andere Behältnisse umgefüllt werden. Diverse Haushaltdosen aus Plastik oder Glas sind hierfür gut geeignet. Das schützt zudem die Nahrungsmittel vor Feuchtigkeit (das kennst Du bestimmt von zu langen geöffneten Müslipackung).

Diese Maßnahmen besser nicht anwenden

Im Zusammenhang mit Kleidermotten werden als Gegenmaßnahmen gerne Mottenpapier und Mottenkugeln empfohlen. Es handelt sich dabei um chemische Wirkstoffe zur Mottenbekämpfung.

Chemische Mittel sind umstritten

Es ist sehr umstritten wie schädlich das enthaltene Gift für den Menschen ist. Ebenso ist die Wirkung auf die Motten selbst nicht unbedingt zuverlässig. Das selbe gilt übrigens auch für Mottenspray.

Durch diese vielen Unklarheiten rate ich Dir von allen chemischen Mitteln Abstand zu nehmen. Denn es geht auch anders und besser.

Mottenfallen unterbrechen nicht den Lebenszyklus

Auch Mottenfallen mit weiblichen Sexuallockstoffen sind nicht dafür geeignet um Motten vollständig loszuwerden. Diese sogenannten Pheromonfallen für Kleidermotten* und Lebensmittelmotten* sind vielmehr dazu da um einen Mottenbefall festzustellen und zu orten.

Durch die Pheromone werden männliche Motten angelockt und bleiben dann in der Falle kleben. Wenn aber weibliche Motten bereits befruchtet worden sind, können sie dennoch weiter ungestört ihre Eier in der Wohnung auslegen.  Eine neue Generation von Motten wird dadurch nicht gestoppt.

Sie sind wie bereits erwähnt für die Ermittelung eines Befalls ausgelegt und dafür auch wirklich hilfreich.  Aber um Motten vollständig zu bekämpfen sind sie nicht gedacht.

Zusammenfassung der Maßnahmen

Du hast nun alle vorbereitende Maßnahme über das Motten Bekämpfen kennengelernt.

  • Finde zuerst das Mottennest
  • Beseitige das Mottennest und säubere den befallenen Bereich
  • Lebensmittel und Kleidung geschützt verpacken und lagern
  • Verhindere durch richtiges Reinigen das sich Motten in der Wohnung zukünftig wohlfühlen können
  • Kein Einsatz von chemischen Mittel zur Mottenbekämpfung

 

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Motten bekämpfen – wirksam und nachhaltig

Hast Du alle Vorbereitungen umgesetzt?

Gut. Dann bist Du soweit um dir die dritte und letzte Maßnahme vorzunehmen.

In der Regel befinden leider auch nach sorgfältigen Entfernen und Säubern der Mottennester in den unzugänglichen Nischen und Ritzen immer noch Mottenlarven und Motteneier. Es ist nur eine Frage der Zeit bis diese schlüpfen und zum Vorschein kommen.

Von diesen Überbleibsel wirst Du dich nun auf biologische Weise trennen. Hierzu werden spezielle Nützlinge gegen Motten eingesetzt. Ein natürlicher Feind der Motten.

Schlupfwespen gegen Motten

Schlupfwespen? Das mag für Dich jetzt vielleicht etwas seltsam klingen.

So ging es mir anfangs auch. Wieso sollte ich mir zusätzlich noch andere Insekten ins Haus holen? Als ich das erstmal davon gehört habe, hatte ich erstmal meine Zweifel.

Aber lass Dich nicht abschrecken.

Bei Schlupfwespen handelt es sind beinahe unsichtbare Nützlinge. Sie sind nicht zu verwechseln mit der fiesen gelb-schwarzen sogenannten „Echten Wespen“, die uns gerne im Sommer auf den Geist geht.

Seit vielen Jahren werden Schlupfwespen zur biologischen Vernichtung von Insekten (u.a. Motten) in der Landwirtschaf eingesetzt. Und seit einige Zeit kommen sie auch immer mehr in privaten Haushalten zum Einsatz.

Die harmlosen Schlupfwespen (auch Trichogramma genannt) sind eine spezielle Züchtung zur Mottenbekämpfung, für den Einsatz in Wohnungen. Sie sind nur ungefähr 0.3 Millimeter klein und bloßem Auge praktisch nicht zu erkennen.

Die Nützlinge sind für Menschen und Haustiere völlig unbedenklich. Vor einem Stich brauchst Du dich nicht fürchten. Denn Schlupfwespen stechen nicht.

Und obwohl sie fliegen könnten, tuen sie es nicht. Sie erkunden ihre Umgebung „zu Fuß“ und fallen dadurch nicht weiter auf.

Sie haben außerdem gar kein Interesse an uns Menschen. Schlupfwespen haben es instinktiv nur auf den Ursprung einer Mottenplage abgesehen: auf Motteneier.

Wie Schlupfwespen die Motten bekämpfen

Schlupfwespen sind nützliche Eiparasiten. Ihr einzig und alleiniger Antrieb besteht darin Motteneier zu befallen. Mit dem Ziel ihr eigenes Überleben zu sichern.

So läuft das Ganze ab:

  • Ausgestattet mit einem hervorragenden Geruchssinn begeben sich die Schlupfwespen unmittelbar nach dem schlüpfen auf die Suche nach Motteneiern
  • Wenn sie fündig geworden sind legen sie ihre eigene Eier in die Motteneier ab (sie „parasitieren“ die Motteneier)
  • Die Schlupfwespenlarven ernährt sich von den befallenen Motteneiern
  • Aus den parasitierten Motteneiern schlüpfen anstelle von Mottenlarven, die nächste Generation von Schlupfwespen
  • …und der Kreislauf wiederholt sich so lange, bis die Schlupfwespen keine weiteren Motteneier mehr finden.

Schlupfwespen unterbrechen den Lebenszyklus von Motten (Schlupfwespen befallen Motteneier und vermehren sich dadurch selbst) - Mit Schlupfwepsen Motten clever bekämpfen

Das ist doch genial, oder?

Sie schaffen es aufgrund ihrer geringen Größe in jede noch so kleine Ritze vorzudringen. Auch Verpackungen stellen kein Hindernis dar. Dadurch kann sich keine neue Generation von Motten entwickeln. Noch vorhandene Mottenlarven und Falter sterben auf natürliche Weise aus.

Nachdem die Schlupfwespen ihr eigenes Überleben gesichert haben und irgendwann alle Motteneier befallen haben, sterben Sie nach einiger Zeit aus und zerfallen rückstandslos zu Staub.

Das sind die Vorteile von Schlupfwespen gegenüber allen anderen Mitteln:

  • natürliche und biologische Mottenbekämpfung
  • einfach in der Anwendung
  • effizient gegen Kleider- und Lebensmittelmotten
  • es werden keine Spuren hinterlassen
  • ohne Chemie und absolut unschädlich für Menschen und Haustiere
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Wie werden Schlupfwespen eingesetzt?

Die Schlupfwespen werden auf kleinen Kärtchen aus Karton geliefert. Die Kärtchen müssen sofort nach Erhalt in den Küchenregalen bzw. in den Kleiderschränken ausgelegt werden.

Jedes Kärtchen enthält Schlupfwespeneier für einen Zeitraum von 3 Wochen. Nach diesen 3 Wochen erhälst Du automatisch die nächste Lieferung mit weiteren Kärtchen.

Achtung: Schlupfwespen helfen grundsätzlich gegen Lebensmittelmotten und Kleidermotten gleichermaßen. Allerdings musst Du hier unbedingt den Reproduktionszyklus der beiden Mottenarten beachten.

Bitte unbedingt beachten
Der Reproduktionszyklus von Kleidermotten beträgt 15 Wochen und ist damit länger als von Lebensmittelmotten der 9 Wochen andauert.

Wo kann ich Schlupfwespen kaufen?

Heutzutage ist es leicht Schlupfwespen zu kaufen. Du kannst bequem über das Internet bei Amazon Schlupfwespen bestellen. Die Versandverpackung ist ein gepolsterter Umschlag  und passt in jeden Briefkasten. Der Weg zur Post entfällt dadurch schon mal.

Bei Kleidermotten werden 5 Lieferungen im Abstand von 3 Wochen benötigt. Der gesamte Lebenszyklus von 15 Wochen ist damit abgedeckt.

Um Lebensmittelmotten zu bekämpfen reichen 3 Lieferungen im Abstand von 3 Wochen aus. Damit wird der gesamte Reproduktionszyklus von 9 Wochen versorgt.

Spartipp

Bei einem starken Befall lohnen sich die Kärtchen mit 3000 Schlupfwespen (gegen Kleidermotten* und gegen Lebensmittelmotten*).

Diese können einfach in drei Teile zerschnitten werden. Dadurch kommst Du kostengünstiger an 1000 Schlupfwespen pro Kärtchen und kannst sie weiträumiger verteilen.

Die Kärtchen können auch alle paar Stunden an einem Tag an einen anderen Ort gelegt werden. Zum Beispiel bei einem Kleiderschrank in verschiedene Fächer. Dadurch verteilen sie sich ebenfalls in einen größeren Raum.

 

Ich hoffe ich konnte Dir mit meiner unfreiwillig gemachten Erfahrung weiterhelfen. Falls Du Fragen hast, schreib mir doch bitte einfach eine E-Mail.